




𝗧𝗢𝗣-𝗘𝗠𝗣𝗙𝗘𝗛𝗟𝗨𝗡𝗚 für alle Makler, die ihr Business trotz der aktuellen Herausforderungen wohlüberlegt und sicher steuern wollen
Ing. Andreas Wollein (großes Foto) spricht am 17.01.2024 bei der #InnovationsTagung für #Immobilienmakler zum Thema "Herausforderung Immobilienmarkt - Bewertung in Zeiten von steigenden Zinsen, Kreditklemme & Co" und hat für seine Talkrunde drei Gäste geladen:
🔴Katharina Hubner, M.A., MSc, geschäftsführende Gesellschafterin der Hölzl & Hubner Immobilien GmbH (Foto links)
🔴 Thomas Lainer, Geschäftsführer/Gesellschafter der REALWERT Immobilientreuhand GmbH und Vizepräsident des Immobilien Ring (Foto Mitte)
🔴 Georg Flödl, MA MRICS REV, geschäftsführender Partner von Immobilien Funk, Präsident des ÖVI und Vize-Präsident der ARE (Foto rechts)
Der Immobilienmarkt stellt momentan etliche Herausforderungen an seine Teilnehmer und verlangt gerade Immobilienmaklern viel ab. Jedem erfolgreichen Immobilienverkauf steht eine zielgenaue Bewertung der Immobilie im Einkauf gegenüber. Welche Methoden werden in stagnierenden Märkten verwendet? Wie preise ich die Immobilie in der Akquisition richtig ein? Der Vortrag thematisiert, welche Maßnahmen Makler unter den aktuellen Voraussetzungen ergreifen können. Lassen Sie sich diese Infos und die Diskussionsrunde auf keinen Fall entgehen!
𝗧𝗲𝗿𝗺𝗶𝗻: 17. Januar 2024
𝗙𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁: Digital - nehmen Sie bequem von Ihrem Arbeitsplatz aus teil 𝗝𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗧𝗶𝗰𝗸𝗲𝘁 𝗵𝗼𝗹𝗲𝗻:
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2023 ist zum einen gekennzeichnet von einer hohen Fertigstellungszahl - Österreichweit wird mit 44.500 Fertigstellungen gerechnet, eine Zahl vergleichbar hoch wie im Jahr 2022 (Jahre 2021,2020 einfügen). Sowohl absolut als auch relativ (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) ist Wien einmal mehr Spitzenreiter dieser Entwicklung mit ca. 16.500 Fertigstellungen von Wohneinheiten (Quelle: Neubaubericht 2023_Q3, exploreal).
Zum anderen ist aber eine starke Reduktion der Nachfrage beim Kauf von Wohnimmobilien zu verzeichnen. Nicht nur die bis dato erfassten Transaktionen zeigen eine deutliche Zurückhaltung am Markt, das Angebot an Eigentumswohnungen auf den online-Portalen hat sich nach Auswertung der Datenbank IMABIS (IMMOunited) verdoppelt. Dieser Trend hat sich schlagartig mit dem Inkrafttreten der KIM-Verordnung im Sommer 2022 und den ersten Zinserhöhungsschritte der EZB verfestigt. Seither bleiben Objekte auch fast doppelt so lange zur Vermarktung auf den online-Portalen. Im 2. Halbjahr 2021 gab es durchschnittlich 4560 Transaktionen von Eigentumswohnen pro Monat, 2022 waren es im Schnitt 4000 Objekte monatlich, die im Grundbuch ihren Eigentümer wechselten. In den ersten 8 Monaten 2023 waren es durchschnittlich 2650 Objekte, ein Rückgang um 40% gegenüber 2021 (Quelle: ZTDatenforum).
Auch die von exploreal ermittelte Absorption Rate zeigt diese Entwicklung auf. Die in einem bestimmten Zeitraum (konkrekt einem Monat) verkauften Objekte werden zu allen auf dem Markt verfügbaren Objekten eines bestimmten Zeitraums in Verhältnis gestellt. Während Mitte des Jahres 2021 die Rate für Wien noch bei rund 8% lag (dh in einem Monat wurde 8% des Angebots absorbiert, in einem Jahr praktisch 100% des Angebots), liegt sie aktuell bei nur noch bei etwas mehr als 2%, dh das Angebot wird über einen Zeitraum von knapp 4 Jahren absorbiert. Auf gesamt Österreich gesehen lag sie in den letzten Jahren zwischen 4 und 7%, hier wurde also im Vergleich zu Wien das Angebot langsamer vom Markt absorbiert. Aktuell ist die Absorption in gesamt Österreich gleich wie in Wien bei etwas mehr als 2%.
Preisentwicklung stabil
Der von vielen Seiten vermutete Preisverfall ist aber nicht eingetreten. Die Preise von Eigentumswohnungen sind vor allem bei den vielen Neubauprojekten weitgehend stabil geblieben und wurden in manchen Bereichen aufgrund der hohen Baukosten gegenüber 2022 geringfügig angehoben. Gebrauchte Immobilien sind stärker vom Angebotsüberhang betroffen, in einzelnen Gegenden waren durchaus Preisschwankungen zu verzeichnen. Die österreichweiten durchschnittlichen Kaufpreise von Eigentumswohnungen liegen im Jahr 2023 laut IMMOunited bei EUR 5500/m², in Wien bei 6500 EUR/m².
Der Immobilienpreisindex der ONB (Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser) weist für das 1. Quartal 2023 einen Anstieg von 1,8%, für das 2. Quartal ein geringfügiges Sinken um 0,3 % jeweils gegenüber dem Vorjahr auf. Im Vergleich dazu: im Q4 2022 gab es noch einen Anstieg um + 7,2%, im Q3 2022 war es ein Anstieg um 11,4% gewesen.
Wer aktuell nicht verkaufen muss, wird die Immobilie halten und warten oder kurzfristig vermieten, so Andreas Wollein, ÖVI-Vorstand. Ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern dokumentiert auch die Stabilität des österreichischen Marktes. Laut ONB- Landkarte zu Wohnimmobilienpreisen gab es etwa in Deutschland im 1. Quartal 2023 einen Preisrückgang um 6,8%, im 2. Quartal 2023 um 9,9% gegenüber dem Vorjahr. Deutliche Preiskorrekturen gab es auch in Dänemark, Schweden und Finnland (zwischen 5% und 8 %). Stabile Preise gab es vor allem in Frankreich, Italien, Ungarn, Rumänien und Großbritannien, während Portugal, Slowenien, Bulgarien, Polen und Litauen deutliche Preiszuwächse verzeichneten. Am stärksten stiegen die Preise in Kroatien und Griechenland mit bis zu 14% in den beiden ersten Quartalen 2023 gegenüber dem Vorjahr.
Die Situation auf dem Eigentumsmarkt bedingt eine Verlagerung der Nachfrage auf den Mietmarkt in den Ballungszentren. Die steigende Nachfrage wird die Mietpreise nicht senken, so die ÖVI Experten übereinstimmend. Hinzu kommt, dass aufgrund des Bestellerprinzips das sichtbare Angebot auf den Plattformen von 34.000 Objekten auf mittlerweile 25.000 gesunken ist.
In den beiden kommenden Jahren ist mit einer deutlichen Reduktion der Neubauleistung (Fertigstellungen) zu rechnen, so die Prognose von exploreal, die den aktuellen Angebotsüberhang zum Teil auffangen wird.
Auch die sinkende Anzahl an Baubewilligungen spricht eine deutliche Sprache: -25% im 2. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal laut Statistik Austria. Die Prognose des Forschungsinstituts IIBW geht für 2023 von etwa 40.000 Bewilligungen aus, 2021 waren es noch knapp 60.000 Bewilligungen gewesen.
In den ersten drei Quartalen 2023 wurden 44.628 Hypothekarkredite gewährt, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 50,6 Prozent bedeutet (Quelle: Auswertung KSV 1870). Auch das jeweilige Kreditvolumen ist deutlich rückgängig. Die häufig benötigten Kreditrahmen von 250.000 und 500.000 EUR weisen deutliche Rückgänge (>50%) auf.
Dies hat Folgewirkungen auf die Projektentwicklung und die Baubranche insgesamt, aber auch auf Makler, Vertragserrichter, Architekten und weitere Dienstleister. Projekte werden verschoben oder vorläufig auf Eis gelegt, die Kosten sind nach wie vor hoch, die Nachfrage stark zurückgegangen. Der ÖVI erwartet sich daher von der Politik Maßnahmen, die es österreichischen Familien wieder ermöglicht, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen und eine weitere Verdrängung der Interessenten in den Mietbereich stoppt.
MMag. Anton Holzapfel,
ÖVI – Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft
1070 Wien, Mariahilfer Straße 116/2
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T: +43 676 6311566
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